Vorlage · StFA

Stellenanzeige Steuerfachangestellte: Vorlage zum Übernehmen

Die meisten Kanzleien schreiben ihre Stellenanzeige für Steuerfachangestellte einmal und ändern sie über Jahre nicht. Das Ergebnis liest sich bundesweit fast identisch: Jahresabschlüsse, DATEV, familiäres Team, flache Hierarchien. Auf dieser Seite finden Sie eine vollständige Vorlage, die Sie mit Kanzleiname, Ort und Gehaltsband befüllen und unverändert schalten können. Dazu die Punkte, die in unserer Vermittlungspraxis über die Zahl der Rückläufe entscheiden, und eine nüchterne Einschätzung, was eine geschaltete Anzeige in diesem Beruf derzeit tatsächlich bringt.

Die Vorlage
AnzeigentextPlatzhalter in eckigen Klammern ersetzen

Steuerfachangestellte (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit, [Ort] – [Kanzleiname]

[Kanzleiname] betreut in [Ort] rund [Anzahl] Mandate, überwiegend aus den Bereichen [Branchenschwerpunkt]. Wir besetzen eine Stelle als Steuerfachangestellte oder Steuerfachangestellter (m/w/d) mit einem fest zugeordneten Mandantenstamm. Die Stelle ist in Vollzeit oder in Teilzeit ab [Stundenzahl] Wochenstunden zu besetzen, ab [Datum] oder nach Absprache. Das Gehalt liegt zwischen [Gehalt von] und [Gehalt bis] Euro brutto im Jahr, abhängig von Erfahrung und Qualifikation.

Ihre Aufgaben

  • Laufende Finanzbuchhaltungen für einen festen Mandantenkreis, überwiegend digital über DATEV Unternehmen online
  • Umsatzsteuer-Voranmeldungen, Zusammenfassende Meldungen und die Überwachung der zugehörigen Fristen
  • Jahresabschlüsse und Einnahmen-Überschuss-Rechnungen für [Rechtsformen, etwa Einzelunternehmen und Personengesellschaften]
  • Betriebliche und private Steuererklärungen für Unternehmen und deren Gesellschafter in den DATEV-Steuerprogrammen
  • Prüfung von Steuerbescheiden und Vorbereitung von Einsprüchen in Abstimmung mit [Berufsträger]
  • Direkter Kontakt zu Ihren Mandanten bei laufenden Fragen, telefonisch und über [Kanal, etwa DATEV Meine Steuern]
  • Mitarbeit bei der Vorbereitung von Betriebsprüfungen

Das bringen Sie mit

  • Abgeschlossene Ausbildung als Steuerfachangestellte oder Steuerfachangestellter
  • Sicherer Umgang mit DATEV, idealerweise mit Kanzlei-Rechnungswesen und Unternehmen online
  • Bereitschaft, einen eigenen Mandantenstamm eigenverantwortlich zu führen
  • Sorgfältige Arbeitsweise, auch wenn mehrere Fristen zusammenfallen
  • Berufseinstieg direkt nach der Ausbildung und Wiedereinstieg nach einer Familienphase sind ausdrücklich möglich, wir planen die Einarbeitung entsprechend

Was wir bieten

  • [Gehalt von] bis [Gehalt bis] Euro brutto im Jahr mit jährlicher Anpassung nach festen, vorher bekannten Kriterien
  • [Anzahl] Tage Homeoffice pro Woche, nach der Einarbeitung frei einteilbar
  • Ein fest zugeordneter Mandantenstamm von rund [Anzahl] Mandaten statt wechselnder Zuständigkeiten
  • Überstunden werden erfasst und in Freizeit ausgeglichen, auch in der Abschlusssaison
  • Weiterbildung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter: Lehrgangskosten, Lernzeit und Freistellung vor der Prüfung übernehmen wir
  • Digitale Belegverarbeitung bei etwa [Anteil] Prozent der Mandate, Pendelordner sind bei uns die Ausnahme
  • Ein Team von [Anzahl] Personen mit fester Vertretungsregelung bei Urlaub und Krankheit

Senden Sie uns Ihren Lebenslauf an [E-Mail], ein Anschreiben benötigen wir nicht. [Ansprechpartner] meldet sich innerhalb von zwei Werktagen bei Ihnen. Für Fragen vorab erreichen Sie [Ansprechpartner] direkt unter [Telefonnummer]. Ihre Bewerbung behandeln wir vertraulich, Ihr aktueller Arbeitgeber erfährt davon nichts.

Aus der Vermittlungspraxis

Was an den meisten Anzeigen nicht funktioniert

Ohne Gehaltsband wird die Anzeige übersprungen

Steuerfachangestellte mit Berufserfahrung sitzen in ungekündigter Stellung und vergleichen im Vorbeigehen. Steht kein Gehalt in der Anzeige, unterstellen sie das Niveau ihres jetzigen Arbeitgebers und klicken weiter. Nennen Sie eine Spanne mit einem realistischen Abstand von etwa fünf- bis achttausend Euro zwischen unterem und oberem Wert und erklären Sie in einem Halbsatz, wovon die Einstufung abhängt. Mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie bewegt sich der Markt ohnehin in diese Richtung.

Jede zusätzliche Muss-Anforderung kostet Bewerbungen

Formulierungen wie mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, sehr gute DATEV-Kenntnisse und Erfahrung mit Jahresabschlüssen aller Rechtsformen schließen in einer Mittelstadt einen großen Teil der ohnehin kleinen Zielgruppe aus. Legen Sie drei echte Muss-Kriterien fest und schreiben Sie den Rest als wünschenswert. Wer 80 Prozent mitbringt, lernt den Rest in der Einarbeitung.

Austauschbare Benefits ersetzen keine Information

Obstkorb, Kaffee, familiäres Team und flache Hierarchien stehen in nahezu jeder Kanzleianzeige und tragen deshalb keine Entscheidung mehr. Was diese Zielgruppe wirklich bewegt: Wie viele Mandate betreue ich, wie viele Überstunden fallen zwischen Januar und Mai an, wie hoch ist der Digitalisierungsgrad tatsächlich, und wer vertritt mich im Urlaub. Diese vier Angaben unterscheiden Ihre Anzeige sofort vom Rest.

Kreativtitel sind unsichtbar

Titel wie Zahlenversteher, Buchhaltungsheld oder Talent für Zahlen finden niemanden, weil in Suchmaschinen und Jobbörsen nach der Berufsbezeichnung gesucht wird. Der Titel gehört exakt so geschrieben, wie die Zielgruppe sucht: Steuerfachangestellte (m/w/d) plus Ort plus Arbeitszeitmodell. Den Charakter Ihrer Kanzlei zeigen Sie im Text, nicht in der Überschrift.

Der Bewerbungsweg ist Teil der Anzeige

Ein Sammelpostfach ohne Ansprechpartner, eine Pflicht zum Anschreiben und ein Formular, das auf dem Handy nicht funktioniert, kosten mehr Bewerbungen als jeder Textfehler. Kandidaten in diesem Beruf bewerben sich abends und nebenbei. Lebenslauf per E-Mail oder Nachricht genügt, dazu ein Name, eine Durchwahl und eine Zusage, bis wann Sie antworten. Halten Sie diese Zusage ein, sonst ist der Kandidat in der Zwischenzeit anderswo im Prozess.

Realitätscheck

Was diese Anzeige realistisch bringt

Steuerfachangestellte sind der am stärksten umkämpfte Kanzleiberuf, entsprechend nüchtern muss die Erwartung sein. Eine sauber geschriebene, bezahlt geschaltete Anzeige bringt in einer Mittelstadt erfahrungsgemäß eine niedrige einstellige Zahl an Bewerbungen in vier Wochen, davon ist im Schnitt eine fachlich wirklich passend. In einer Großstadt liegt der Rücklauf etwas höher, im ländlichen Raum kommt es regelmäßig vor, dass über Wochen keine einzige Bewerbung eingeht. Ohne Gehaltsangabe und mit langer Anforderungsliste halbiert sich dieses ohnehin kleine Ergebnis. Realistisch kalkulieren sollten Sie mit einem Budget in der bekannten Größenordnung: Indeed liegt je nach Laufzeit bei rund 430 bis 800 Euro, StepStone-Pakete bewegen sich zwischen 249 und 2.499 Euro je Stelle. Wenn Sie nach sechs bis acht Wochen und zwei Textvarianten keinen brauchbaren Rücklauf haben, liegt es nicht mehr am Text, sondern daran, dass die passenden Fachkräfte nicht suchen, weil sie fest angestellt sind. Ab diesem Punkt lohnt es sich, das Anzeigenbudget zu stoppen und auf Direktansprache umzustellen. Genau das ist unser Weg: Wir sprechen Steuerfachangestellte aus unserem Pool und im Markt direkt an, im Schnitt vergehen 21 Tage bis zur ersten Einstellung, und die Besetzung ist mit einer schriftlichen Einstellungsgarantie abgesichert. Klassische Personalberatungen berechnen dafür 20 bis 30 Prozent des Jahresbruttogehalts, 30 Prozent sind inzwischen verbreitet. Wir liegen bei etwa dem halben Preis, die konkreten Konditionen nennen wir Ihnen im Erstgespräch verbindlich.

Ohne Anzeige besetzen

Die Vorlage ist das eine. Die Besetzung das andere.

Wenn Sie die Anzeige gar nicht erst schalten wollen: Wir sprechen Steuerfachangestellte direkt an, die nicht aktiv suchen — persönlich vorgeprüft, mit schriftlich garantierter Einstellung.

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