Kanzlei-Management19. Mai 2026·6 Min. Lesezeit

Fachkräftemangel in der Steuerberatung – Zahlen, Ursachen, was Kanzleien tun können

3 von 4 Kanzleien nennen Fachkräftemangel als größte Herausforderung. Was dahintersteckt – und wie Kanzleien trotzdem besetzen.

Drei von vier Kanzleien nennen den Fachkräftemangel als ihre größte operative Herausforderung. Das ist kein Branchenklischee. Das ist die Realität in deutschen Steuer- und Rechtskanzleien – und sie wird in den nächsten Jahren nicht besser.

Die Frage ist nicht mehr, ob der Mangel real ist. Die Frage ist, was Kanzleien konkret dagegen tun können – und was nicht hilft.

Die Zahlen: Wie ernst ist die Lage wirklich?

Der Mangel an Steuerfachangestellten ist strukturell, nicht konjunkturell. Ein paar Zahlen, die das belegen:

FaktorEntwicklungAuswirkung auf Kanzleien
Ausbildungszahlen StFaSeit 2010 rückläufigWeniger Nachwuchs, schmalerer Markt
DemografiewandelWelle an Renteneintritten ab 2025Erfahrene Kräfte fallen weg, kaum Ersatz
Branchenwechsel nach 5 Jahren~30 % verlassen die SteuerberatungPool schrumpft trotz Ausbildung
Konkurrenz durch IndustrieDeutlich höhere Gehälter, bessere Work-LifeWettbewerb um dieselben Kandidaten
Offene Stellen bundesweitMehrere Tausend dauerhaft unbesetztLange Vakanzen, Überlastung des Teams

Quellen: Bundesagentur für Arbeit, DStV-Umfragen, eigene Markterhebungen. Stand: 2025/2026.

Warum so viele ausgebildete Steuerfachangestellte die Branche verlassen

Das eigentliche Problem ist nicht der Nachwuchs. Es ist der Abfluss. Rund 30 Prozent der ausgebildeten Steuerfachangestellten wechseln innerhalb der ersten fünf Jahre in andere Branchen – Industrie, öffentlicher Dienst, Finanzdienstleistung. Die Gründe sind bekannt:

Gehalt unter Markt. Viele Kanzleien zahlen weniger als vergleichbare Stellen in der Industrie – ohne das mit anderen Leistungen zu kompensieren. Das Image der Branche als „schwach zahlend" verfestigt sich.

Schlechtes Außenbild. Steuerberatung gilt als trocken, wenig digital, wenig flexibel. Das schreckt jüngere Fachkräfte ab – auch wenn viele Kanzleien inzwischen anders aufgestellt sind.

Wenig Entwicklungsperspektive. Wer nicht zum Steuerfachwirt will und kein Partner werden kann, sieht in vielen Kanzleien keine klare Karriereoption. Das beschleunigt den Wechsel.

Das Ergebnis: Der Markt an aktiv wechselbereiten Fachkräften wird kleiner, während der Bedarf der Kanzleien gleichbleibt oder wächst.

Was Kanzleien jetzt konkret darauf haben

Auf offene Stellen warten und hoffen, dass sich jemand Geeignetes bewirbt – das war lange der Standard. Es funktioniert nicht mehr. Wer heute auf eingehende Bewerbungen setzt, wartet Monate. Wenn überhaupt etwas kommt.

Was tatsächlich hilft, sind strukturelle Maßnahmen – keine Einmalinvestitionen, sondern Hebel, die über Monate und Jahre wirken.

73 % der wechselwilligen Steuerfachangestellten suchen nicht aktiv. kanzleifit erreicht genau diesen Kandidatenpool – buchen Sie einen Termin.

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  • Aktives Recruiting: Kandidaten ansprechen, die nicht suchen – nicht warten, bis sich jemand meldet
  • Employer Branding: Als Kanzlei sichtbar werden – auf Plattformen, in der Region, mit konkreten Inhalten
  • Gehalt am Markt: Wer unter Markt zahlt, filtert sich selbst aus dem Pool heraus
  • Retention ernst nehmen: Wer gute Mitarbeiter hält, muss seltener neu suchen – das spart mehr als jede Recruiter-Provision
  • Spezialisierte Vermittlung: Zugang zu passivem Kandidatenpool, den Stellenanzeigen nicht erreichen
  • Probezeit absichern: Einstellungsgarantie verhindert, dass eine Fehlbesetzung doppelte Kosten erzeugt

Der passive Kandidatenmarkt – und warum er entscheidend ist

Etwa 73 % der wechselwilligen Steuerfachangestellten suchen nicht aktiv. Sie schauen sich keine Stellenanzeigen an. Sie sind nicht auf Jobportalen aktiv. Aber sie wären unter den richtigen Bedingungen offen für einen Wechsel – wenn jemand auf sie zukommt, das Angebot passt und der Zeitpunkt stimmt.

Genau diesen Markt erschließen Stellenanzeigen nicht. Wer nur inseriert, erreicht die 27 Prozent, die aktiv suchen – und um die kämpfen gerade alle anderen Kanzleien auch. Das treibt die Bewerbungsqualität nach unten und die Vakanzdauer nach oben.

kanzleifit arbeitet ausschließlich mit Kanzleien und ist täglich mit wechselwilligen Fachkräften im Gespräch. Nicht aus einer Datenbank – sondern durch aktive Ansprache. Wer eine Stelle zu besetzen hat, kann auf diesen Pool zugreifen, ohne selbst Recruiting betreiben zu müssen.

Fazit: Warten ist keine Strategie mehr

Der Fachkräftemangel in der Steuerberatung ist real, strukturell und er wird nicht von allein verschwinden. Kanzleien, die weiter auf eingehende Bewerbungen warten und Stellenanzeigen als einziges Instrument nutzen, werden in den nächsten Jahren zunehmend in Schwierigkeiten geraten – bei Mandantenkapazität, Teambelastung und Wachstum.

Die Alternative ist kein Hexenwerk: aktiv rekrutieren, gezielt sichtbar werden, gut halten was man hat. Und für die Stellen, die Sie nicht alleine besetzen können, einen Partner nutzen, der den Markt kennt und Zugang zu Kandidaten hat, die Ihre Anzeige nie gesehen haben.

Wie viele wechselwillige Steuerfachangestellte kanzleifit in Ihrer Region aktuell im Pool hat – das erfahren Sie in einem kurzen Termin. Kostenlos.

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§ — Nächster Schritt

Aktiv rekrutieren statt warten.

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